Montag, 13. August 2012

Eingelegte Gurken im Steintopf - Gewürzgurken

Vor dem Einlegen/ Gurken und Steintopf
Heike Dommnich
Selbst eingelegte Gurken im Steintopf sind etwas schönes und endlich sollte unser Gurkentopf einmal zum Einsatz kommen. Die kleinen Gurken gab es auf dem Wochenmarkt. Also konnte es losgehen.

Am 21. Juli habe ich die Gurken angesetzt.
Bereits ein Tag vorher kamen sie im eine Lösung mit Salzwasser. Dadurch bleiben sie schön knackig und gleichzeitig wirkt das Salz konservierend.



Zutaten:

etwa 3,5 Kilogramm Einlegegurken.
5 bis 6 Zwiebeln
einige Stückchen frischen Meerrettich
4 Knoblauchzehen
5 Lorbeerblätter
mehrere Dillblüten
6 bis 8 Wacholderbeeren
4 Zweige Thymian
einige Pfefferkörner
1,5 Liter Wasser
1 Liter Essig
150 Gramm Zucker
Salz


Zubereitung:
  • Die Gurken werden gewaschen und mit einer Rouladennadel mehrfach eingestochen. Dann kommen sie über Nacht in Salzwasser.
  • Am nächsten Tag wird das Wasser abgegossen. Die Zwiebeln werden in Ringe geschnitten und der Knoblauch geschält. Die Gurken werden anschließend zusammen mit den Zwiebeln, dem Meerrettich, den ganzen Knoblauchzehen, den Dillblüten, dem Lorbeer, den Pfefferkörnern, den Wacholderbeeren und dem Thymian in einen Tontopf geschichtet. Es sollte eine Gurkentopf mit einer Wasserrinne sein, so dass dieser Luftdicht abgeschlossen werden kann.
  • Für die Marinade werden Wasser, Essig, Salz und Zucker aufgekocht. Ich habe etwa die Hälfte Kräuteressig und eine Hälfte Apfelessig verwendet, also das, was ich im Haus hatte.
  • Diese Marinade wird noch heiß über die Gurken gegossen, bis diese komplett bedeckt sind.
  • Damit die Gurken unter der Flüssigkeit bleiben, habe ich oben auf einen kleinen Keramikdeckel (von einer Teetasse) gelegt und zwei kleine Steine zum Beschwerden. Diese und den Keramikdeckel habe ich vorher abgekocht, damit sie steril sind.
Frisch eingelegte Gurken
Mit Steinen beschwert

  • Nun muss das Ganze luftdicht verschlossen drei Wochen stehen. Es stand bei Zimmertemperatur und wurde die ganze Zeit nicht geöffnet. Das Wasser in der Rinne oben am Topf muss ab und zu aufgefüllt werden. Es darf nie ganz verdunsten.
  • Nach drei Wochen (am 11. August) kam der spannende Moment und es war endlich Zeit zum Kosten. Werden meine Gewürzgurken schmecken? Das Experiment hat sich gelohnt. Die eingelegten Gurken sind knackig und sehr würzig. Mir sind sie beinahe etwas stark gewürzt. Sie sind sehr herzhaft und passen gut zu entsprechend kräftigen Gerichten.
Nach drei Wochen
Die fertigen Gewürzgurken
Im nächsten Jahr lege ich ganz bestimmt wieder Gurken ein. Die Arbeit hält sich in Grenzen und der Steintopf  in der Küche sieht gut aus.


PS: Ich habe es tatsächlich noch einmal wiederholt. Die Dillblüten wachsen jedes Jahr in großen Mengen beim Nachbarn im Garten. Er hat nie etwas dagegen, wenn ich mir dort welche hole.

Samstag, 11. August 2012

Tomatensuppe aus frischen Tomaten

Tomaten, Zwiebeln, Stangensellerie, Knoblauch
für eine Tomatensuppe / Heike Dommnich
Eine reiche Tomatenernte aus dem Garten gehört für uns zu den Dingen, die wir in vollen Zügen im Sommer genießen. Es sind immer so viele, dass wir sie nicht alle frisch essen können. Spagetti mit Tomatensoße und Tomaten mit Mozzarella sind für uns häufige Sommergerichte.

Aber dieses Mal sollte es eine Tomatensuppe sein.
Ein Blick in den Kühlschrank und die Liste der Zutaten stand fest. Das Ergebnis - super lecker!

Zutaten:

etwa 1,5 Kilogramm Tomaten
2 Zwiebeln, 2 rote Spitzpaprika
eine Stange Stangensellerie mit Blättern
0,5 Gurken (die musste verbraucht werden)

3 Knoblauchzehen,  1 Chilischote
1 Kanten hartes, dunkles Brot
350 Milliliter Wasser
etwa 80 Gramm Butter
3 Esslöffel dunkler Balsamico-Essig
1 reichlicher Teelöffel Honig
3 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Paprikapulver
0,5 Teelöffel Korianderpulver
Salz, Pfeffer
frisches Basilikum

Zubereitung:

  1. Die Zwiebeln werden geschält und grob klein geschnitten. Den Knoblauch ebenso schälen und hacken. Das Gemüse waschen und klein schneiden.
  2. Anschließend die Zwiebeln in einem großen Topf in der Butter anbraten. Etwas später den Knoblauch dazugeben. Diesen nicht zu lange in dem heißen Fett lassen, sonst wird er bitter.
  3. Also bald mit Wasser ablöschen. Nun kommt das Gemüse in den Topf. Salzen und Pfeffern, die Gewürze dazu geben und auch den Kanten Brot, Essig, Olivenöl, Honig und die Chili (nur das Basilikum nicht).
  4. Alles etwa 1 Stunde köcheln lassen. Eventuell weniger - je nach Gefühl. Das Brot beim Umrühren immer wieder untertauchen, damit es aufweicht.
  5. Dann den Topf vom Herd nehmen und die Tomatensuppe mit dem Stabmixer pürieren. Eventuell noch einmal nachsalzen oder mit etwas Pfeffer, Honig und Essig abschmecken.
  6. Zuletzt wird das Basilikum gehackt und untergerührt. Die Suppe auf dem Teller mit einigen Blättchen garnieren.
Dazu ein Glas Rotwein und aufgebackenes Fladenbrot oder Kaviarbrot - Fertig und lecker!

Tomatensuppe aus frischen Tomaten/ Heike Dommnich
Das Rezept für Spagetti mit Tomatensoße aus frischen Tomaten finden Sie auch hier im Blog. Es ist völlig einfach und schnell gekocht.

Montag, 6. August 2012

Tintenfisch, Krake, Polvo, Pulpo, Octopus - Rezept für den Backofen

Tintenfisch, Polvo, Krake, Oktopus
Heike Dommnich
Ich gebe zu, noch nie zuvor habe ich eine Krake zubereitet. In Portugal nennt man sie Polvo, in Spanien Pulpo, anderswo Octopus oder einfach Tintenfisch. Bei Real hatten wir zwei Exemplare erworben und nun will ich hier zeigen, wie wir sie zubereitet haben.

Zur Vorbereitung kamen die Tintenfische für zwei Tage in den Gefrierschrank. Es heißt, dass dadurch das Fleisch mürber wird, denn Octopus, Polvo, Krake oder wie auch immer sie genannt werden, schmecken zäh wie Gummi einfach nicht.

Unsere Suche im Internet brachte uns zu verschiedenen Rezepten. Ich habe aus mehreren etwas genommen und daraus folgendes gemacht:

Zutaten:  
2 Tintenfische (900 Gramm)
5 oder 6 Tomaten
8 mittelgroße Kartoffeln (ungeschält etwa 700 Gramm)
2 Zwiebeln, nicht so groß
4 Knoblauchzehen, 1/2 Chili
1 Lorbeerblatt
2 Esslöffel Tomatenmark
150 Milliliter Weißwein
50 Milliliter Balsamico-Essig
etwas Honig
Salz und Pfeffer
Olivenöl
frische Petersilie

Zubereitung:
Die Tintenfische in einem Schnellkochtopf mit etwas Wasser (etwa 100 Milliliter), dem Lorbeerblatt und einer Knoblauchzehe etwa 15 Minuten unter Druck kochen. Bis der Druck bei uns entstand, vergingen etwa 15 Minuten, das heißt die Kraken blieben insgesamt 30 Minuten auf dem Herd, anfangs mit großer Hitze, nach dem Druckaufbau nur noch mit mittlerer Hitze. 
Oktopus/ Krake vor dem Kochen

und nach dem Kochen
Danach den Topf von der Platte nehmen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Die Tomaten klein, die Zwiebel in Ringe schneiden und die restlichen Knoblauchzehen hacken, ebenso die halbe Chili.
gekochter Tintenfisch ungeputzt

und geputzt - verwendbares Fleisch


Nach dem Abkühlen die gekochten Tintenfische von der Haut am Körper befreien. Sie lässt sich einfach ablösen. Das ist etwas glibberig, muss aber sein. Der Körper des Oktopus wird in Ringe geschnitten und die Krakenarme schneidet man ab. Es bleibt aus der Mitte ein kleiner Rest übrig, den ich nicht verwendet habe. Nach dem Kochen und Putzen wog das verwendbare Fleisch nur noch 260 Gramm.
alle Zutaten im Römertopf 

Das fertige Gericht - Tintenfisch

Danach haben wir die geschnittenen Tomaten, das Tomatenmark, den Wein und den Essig mit etwas Honig (ein Teelöffel) und Salz sowie Pfeffer verrührt. Wir haben einen Römertopf genommen. Es geht aber auch eine Auflaufform mit Deckel. Der Knoblauch kommt dazu, die Kartoffeln und das Fleisch vom Tintenfisch. Obendrüber kam etwas Olivenöl.

Das Ganze musste nun in der Backröhre etwa 1 Stunde und 20 Minuten garen (bei etwa 180 Grad Umluft). Vermutlich hätte eine kürzere Zeit gereicht, wenn ich die Kartoffeln vorher kurz gekocht hätte. Der Tintenfisch war nach dieser Zeit aber richtig zart und lecker. Zuletzt habe ich etwas frische, gehackte Petersilie dazu gegeben.
Fertig - Tintenfisch mit Tomaten und Kartoffeln aus dem Backofen

Bunter Sommersalat zum Grillen oder als Beilage

knackiger Sommersalat
Heike Dommnich
Der Sommer verwöhnt uns mit frischem Gemüse. Da ist ein knackiger Salat gerade richtig.

Zutaten:
1 Kohlrabi
1 Bund Radieschen

6 Möhren
3 bis 4 rote Paprika (Spitzpaprika)
1 Zwiebel
1/2 Bund Petersilie
1 Knoblauchzehe
Olivenöl, Balsamico-Essig
Salz und Pfeffer

etwas Wasser

Das Gemüse wird geputzt und klein in Würfel geschnitten, die Petersilie und der Knoblauch klein gehackt. Für das Dressing mischen Sie 6 Eßlöffel Wasser, 4 Eßlöffel gutes Olivenöl, 2 Eßlöffel Balsamico-Essig und einen kleinen Löffel flüssigen Honig. Abgeschmeckt wird mit Salz und Pfeffer. Ich habe Kräutersalz (mit Kräutern der Provinz) verwendet. Zum Schluss alles gut vermengen - Fertig!